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Was beinhaltet unsere Augenprüfung? Oder was ist eine gute Augenprüfung?

 



Frage:

Was bedeutet der Begriff 'Binokulare Vollkorrektion' 

Antwort:

Der Begriff Vollkorrektion wird in der Augenoptik für den vollständigen Ausgleich einer Fehlsichtigkeit, also z.B. einer Kurzsichtigkeit (Myopie) oder einer Übersichtigkeit (Hyperopie) verwendet. Die binokulare  Vollkorrektion gleicht ebenfalls eine Fehlsichtigkeit aus, nämlich die Winkelfehlsichtigkeit. Bei binokularer Vollkorrektion wird das Angeblickte ohne Anstrengung auf der 'Leinwand' - also der Netzhaut - beider Augen an derjenigen Stelle abgebildet, welche die höchste Wahrnehmungsqualität ermöglicht.

 

Frage:

Was ist eine Winkelfehlsichtigkeit?

Antwort:

Wenn das beidäugige Sehen perfekt funktionieren soll, dann müssen sich beide Augen genau auf das jeweils angeblickte Objekt ausrichten. Dies ist auch winkelfehlsichtigen Menschen möglich, sie müssen dazu jedoch die komfortabelste Stellung beider Augen zueinander verlassen, salopp gesagt müssen sie ihre Sehachsen zum richtigen Sehen erst 'ausrichten'. Sie vermeiden dadurch Doppeltsehen, müssen dafür aber ihre Augenmuskeln ständig anstrengen.

 

Frage:

Ab welchem Lebensalter spielt Winkelfehlsichtigkeit eine Rolle?

Antwort:

Die Redewendung 'Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr' trifft in besonderem Maß auf den Prozess des Sehenlernens zu. Deshalb kann die Koordinierung der Augenbewegungen und der Ausrichtung beider Augen zueinander gar nicht früh genug überprüft werden. Insbesondere Schulkinder sind oft durch eine nicht korrigierte Winkelfehlsichtigkeit im Lernprozess beeinträchtigt. Eltern winkelfehlsichtiger Kinder klicken für genauere Informationen bitte hier. Einen zwar subjektiven, aber doch beeindruckenden persönlichen Erfahrungsbericht finden Sie hier.

 

Frage:

Wie wird eine Winkelfehlsichtigkeit festgestellt?

Antwort:

Mit Hilfe eines Messgerätes, das den Reiz zum 'Ausrichten' der Sehachsen reduziert. Der Untersucher kann damit ermitteln, in welche Richtung die Sehachsen sich bewegen, wenn sie nicht mehr durch das visuelle System 'ausgerichtet' werden. Die Mitglieder der IVBV gehen dabei nach einer festgelegten Methodik vor, der Mess- und Korrektionsmethodik nach H.-J. Haase (kurz: MKH).

 

Frage:

Ist das überhaupt eine sinnvolle Messung, wenn dabei Reize reduziert werden, die beim normalen Sehen stets da sind? Man sieht doch dabei bestimmt anders als natürlicherweise!

Antwort:

Der Reiz zum 'Ausrichten' der Sehachsen wird bei der Arbeit mit dem dabei verwendeten Gerät nicht vollkommen aufgehoben, sondern nur so weit verringert wie unbedingt nötig. Dadurch bleiben die Sehbedingungen während der Messung möglichst natürlich. Das Messergebnis ist ein Zahlenwert für die zur Korrektion der Winkelfehlsichtigkeit erforderlichen Prismen. Die Erfahrungen der vergangenen 40 Jahre zeigen, dass Prismenbrillen mit auf diese Weise ermittelten Werten in aller Regel zu einer spürbaren Entlastung und in vielen Fällen auch zu einer deutlichen Sehverbesserung führen.

Es gibt übrigens ältere Messmethoden, bei denen der Reiz zum 'Ausrichten' der Sehachsen vollständig aufgehoben wird. Das Messergebnis unter solch unnatürlichen Sehbedingungen kann dann ein anderer Zahlenwert für die Prismen sein, der häufig unverträglich ist. Da also mit diesen Methoden etwas anderes als die Winkelfehlsichtigkeit gemessen wird, wird das Gemessene auch anders benannt: Es heißt Heterophorie.

 

Frage:

Ist Winkelfehlsichtigkeit eine Augenkrankheit?

Antwort:

Nein, Winkelfehlsichtigkeit ist keine Krankheit, sie ist lediglich eine Abweichung vom idealen Körperbau. So wie ein zu kurzes Bein keine heilbare Krankheit ist, sondern lediglich mit einer dicken Sohle unter dem Schuh ausgeglichen wird, kann auch eine Winkelfehlsichtigkeit nicht geheilt werden, sondern sie wird mit einer speziellen Brille, einer so genannten Prismenbrille, ausgeglichen. Die Abweichung ist in beiden Fällen nur so lange 'behoben', wie das Korrektionsmittel - Schuh bzw. Brille - getragen wird.

 

Frage:

Was bewirkt eine Prismenbrille bei Winkelfehlsichtigen?

Antwort:

Sie entlastet winkelfehlsichtige Menschen von dem für die Augenmuskeln anstrengenden 'Ausrichten' der Sehachsen. Die Augen können in ihre anstrengungsärmste Stellung zueinander gehen und die Prismenbrille bewirkt, dass die Bilder im Auge dennoch auf die 'richtigen' Stellen treffen, also auf die Stellen mit der höchsten Wahrnehmungsqualität.

 

Frage:

Wenn mit Prismenbrille die Sehachsen nicht mehr 'ausgerichtet' werden, dann dürfen die Augen hinter der Prismenbrille also schief stehen? Sieht das dann nicht aus, als würde der Mensch schielen?

Antwort:

Es ist richtig, dass die Augen bei den selten vorkommenden großen Winkelfehlsichtigkeiten hinter der Brille zu schielen scheinen. Der entscheidende Unterschied zum tatsächlichen Schielen besteht aber darin, dass mit der Prismenbrille eine ideale Abbildung des Gesehenen in beide Augen erfolgt, nämlich in beiden Augen exakt auf die Stelle mit der höchsten Bildqualität. Beim wirklich schielenden Menschen ist genau dies nicht der Fall. Bei ihm liegen die Bilder in den beiden Augen auf qualitativ so unterschiedlichen Netzhautstellen, dass ein Verschmelzen beider Bilder zu einem einzelnen Seheindruck nicht möglich ist. Fazit: Winkelfehlsichtige mit Prismenbrille scheinen zwar zu schielen (jedoch nur, falls die Prismen sehr stark sind), haben aber in ihrer anstrengungsärmsten Augenstellung ein ideales beidäugiges Sehen.

 

Frage:

Wie häufig sind Winkelfehlsichtigkeiten?

Antwort:

Die meisten Menschen sind winkelfehlsichtig, empfinden ihr Sehen aber dennoch als ungestört und haben auch kein sonstiges Anstrengungsgefühl. In diesen Fällen ist das Tragen einer Prismenbrille nicht erforderlich, obwohl es natürlich auch in diesen Fällen eine objektive Entlastung zur Folge hätte.

 

Frage:

Welche Folgen kann es haben, wenn trotz Winkelfehlsichtigkeit keine Prismenbrille getragen wird?

Antwort:

Wenn keine Prismenbrille getragen wird, wird die Steuerung der Augen versuchen, ob das Sehen auch ohne perfektes 'Ausrichten' der Sehachsen funktioniert. Und es funktioniert bis zu einer gewissen Abweichung tatsächlich weiterhin, allerdings nur mit verminderter Qualität. Da die meisten Menschen winkelfehlsichtig sind, sie aber keine Prismenbrille tragen, hat ihr beidäugiges Sehen nicht die bestmögliche Qualität. Solange sie dies bei der täglichen Arbeit nicht beeinträchtigt, werden sie ihr Sehen als 'gut genug' empfinden.

 

Frage:

Sollte jeder Winkelfehlsichtige eine Prismenbrille tragen, auch wenn er sein Sehen als 'gut genug' empfindet?

Antwort:

Nein, der überwiegende Teil der Mitglieder der IVBV ist nicht dieser Meinung. Sie klären ihre Klient(inn)en/Patient(inn)en über die fachlichen Zusammenhänge auf. Die Entscheidung zur Prismenbrille sollte dann stets von der betroffenen Person ausgehen.

 



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Alles was bis zum Jahre 2003 üblich war, zum Beispiel die Leistung einer

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Keine Kassenleistung für Brillengläser also bei Vorlage eines ärztlichen Rezeptes.

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